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Grenzwerte der deutschen Trinkwasserverordnung

Welche Grenzwerte werden durch die TrinkwV geregelt?

Grenzwerte der TrinkwasserverordnungDie Qualität von Trinkwasser wird in Deutschland durch klare Kriterien und verschiedene Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung sichergestellt. Diese Verordnung definiert, welche Anforderungen Wasser erfüllen muss, um als Trinkwasser genutzt zu werden und welche Auflagen und Besonderheiten dafür gelten. Die Trinkwasserverordnung trat 2001 zum ersten Mal in Kraft und setzt europäische Vorgaben auf nationaler Ebene um1. Sie regelt sehr genau, welche Grenzwerte Wasser einhalten muss, damit es als Trinkwasser genutzt werden kann. Um die bestmögliche Qualität des Trinkwassers gewährleisten zu können, werden viele verschiedene Grenzwerte berücksichtigt. Es handelt sich dabei sowohl um Werte für chemische als auch für bakterielle Parameter. Auch die Häufigkeit der Kontrolle des Trinkwassers sowie die Analyseverfahren sind in der Verordnung definiert.

 

Chemische Grenzwerte der Trinkwasserverordnung

Die chemischen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung umfassen eine Reihe von verschiedenen chemischen Elementen und Verbindungen, die im Trinkwasser vorkommen können. Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung sind für die chemischen Stoffe so definiert, dass sie die Gesundheit der Menschen nicht gefährden können. Zu den Elementen, für die Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung definiert sind, zählen zum Beispiel verschiedene Schwermetalle wie Kupfer, Blei, Zink oder auch Uran². Weitere Grenzwerte der Trinkwasserverordnung betreffen Eigenschaften des Wassers wie die Wasserhärte oder die elektrische Leitfähigkeit. Auch auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder anderen gesundheitsgefährdenden chemischen Verbindungen muss Trinkwasser gemäß der Trinkwasserverordnung regelmäßig kontrolliert werden.

 

Grenzwerte der Trinkwasserverordnung für Bakterien

Neben den chemischen Grenzwerten sind vor allem auch Grenzwerte für Bakterien in der Trinkwasserverordnung definiert. Eine wichtige Gruppe von Bakterien, deren Konzentration im Trinkwasser immer wieder kontrolliert werden muss, sind Coli-Bakterien. Sie können bei Menschen schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Die Trinkwasserverordnung definiert unterschiedliche Höchstwerte für Coli-Bakterien. Neben den Grenzwerten für Trinkwasser im Allgemeinen gelten zusätzlich weitere Grenzwerte für Trinkwasser zur Abgabe in verschlossenen Behältern, also in Flaschen oder ähnlichem³. Je nach Verwendungszweck dürfen die bakteriellen Belastungen des Wassers dabei unterschiedlich hoch sein. Neben den Coli-Bakterien sind auch für Enterokokken Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung festgelegt. Sie können ebenfalls schwere Infektionskrankheiten auslösen.

 

Neuregelung der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung für Legionellen

Trinkwasserverordnung LegionellenBis vor kurzem mussten die chemischen und bakteriellen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung nur von Wasserversorgern eingehalten und kontrolliert werden. Mit der Novellierung (Neuerung) der Trinkwasserverordnung von 2011 hat sich das geändert. In der Neuerung wurde die maximal zulässige Konzentration für Legionellen neu definiert4. Wie die Enterokokken und Coli-Bakterien sind Legionellen ebenfalls Erreger schwerer Infektionskrankheiten. Anders als die anderen Bakterien kommen Legionellen allerdings hauptsächlich in warmem Wasser vor. Aus diesem Grund müssen künftig nicht mehr nur die Wasserversorger ihr Trinkwasser regelmäßig kontrollieren lassen. Ab 2013 müssen auch Vermieter und andere gewerbliche Anbieter von Trinkwasser die Grenzwerte von Legionellen kontrollieren lassen, sofern sie eine Warmwasserbereitungsanlage einer bestimmten Größenordnung betreiben5.

 

Grenzwerte der Trinkwasserverordnung selber kontrollieren lassen

Für die Kontrolle der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung sind die örtlichen Gesundheitsämter zuständig. Sie können zum Teil auch die Häufigkeit der Überprüfung einzelner Werte festlegen. Wer Bedenken hat, dass die Qualität seines Trinkwassers nicht ausreichend kontrolliert wird, kann sich durch eine Trinkwasseranalyse eines unabhängigen Analyselabors Gewissheit verschaffen. Bei diesen Analysen überprüft das Labor, ob die eingereichte Trinkwasserprobe alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung einhält und damit allen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht. Derartige Tests eignen sich auch, um Verunreinigungsquellen des eigenen Trinkwassers ausfindig zu machen. Solche Quellen können zum Beispiel veraltete Wasserleitungen oder bakterielle Verunreinigungen am Wasserhahn sein.


Referenzen

[1] Umweltbundesamt http://www.umweltbundesamt.de/wasser/themen/trinkwasser/gesetze.htm, abgerufen am 30.11.2012

[2] Gesetze im Internet http://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html#BJNR095910001BJNG000201310, abgerufen am 30.11.2012

[3] Gesetze im Internet http://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html#BJNR095910001BJNG000201310, abgerufen am 30.11.2012

[4] Bundesministerium für Gesundheit http://www.bmg.bund.de/glossarbegriffe/t-u/trinkwasser/trinkwasserverordnung-und-regelungen-fuer-legionellen.html, abgerufen am 30.11.2012

[5] Haus und Grund Rheinland http://www.hausundgrund-rheinland.de/aktuelles/bundesrat-stimmt-neuer-trinkwasserverordnung-zu-ab-sofort-fristverlaengerung-bei-erstmaliger-legionellenpruefung-bis-ende-2013-500/, abgerufen am 30.11.2012



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