Wasserqualität

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Wasserqualität in Bayern – Wasser in Hülle und Fülle

Mit seinen Flüssen und Seen zählt der Freistaat zur wasserreichsten Region der Erde. Ca. 92 % der Wasserqualität in Bayern kommen aus Grundwasser- und Quellvorkommen. Der Schutz der Wasserqualität in Bayern ist daher auch für die Zukunft besonders wichtig. Der Ausbau der Kläranlagen hat in den letzten Jahrzehnten zu einer deutlichen Verbesserung der Wasserqualität in diesem Bundesland geführt. Die Ziele für die Wasserversorgung in Bayern sind klar definiert: Diffuse Nährstoffeinträge, vor allem durch die Landwirtschaft, müssen weiter verringert werden, die Struktur der Flüsse muss stetig verbessert werden, um intakte Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu erhalten bzw. wieder zu beleben und die Belastung durch Schadstoffe muss konstant reduziert werden.

Wasserversorgung in Bayern ist sichergestellt.

99,1 % der Bevölkerung werden in diesem Gebiet über insgesamt 2.300 öffentliche Wasserversorgungsunternehmen mit hochwertiger Wasserqualität beliefert [1]. Das Grundwasser in Bayern wird über mehr als 10.000 Brunnen und Quellen aus Tiefen von bis zu 100 Metern gewonnen. In der bayerischen Wasserwirtschaft überwiegt die ortsnahe Wassergewinnung. Nur in den Ballungsräumen und wasserarmen Gebieten erfolgt die Wasserversorgung über Fernwasser. Trinkwasserleitungen mit einer Gesamtlänge von ca. 115.000 km führen das Wasser in Bayern in die einzelnen Haushalte. Der Freistaat verfügt insgesamt über 3.143 Wassergewinnungsanlagen, ca. 9.500 Wasserfassungen und 2.540 Kläranlagen. Ungefähr 3.500 Wasserschutzgebiete stellen die Wasserqualität in Bayern auch für die Zukunft sicher [2].

Wasser in Bayern – auch hier lauern Gefahren auf die Wasserqualität.

Die Wasserqualität ist in erster Linie von der Bodenbeschaffenheit abhängig. Dank der Wasserschutzgebiete müssen 2/3 des Wassers nicht mehr aufbereitet werden, sondern können direkt als Trinkwasser an die Verbraucher weitergeleitet werden. Mülldeponien oder frühere Abfallbeseitigungsanlagen belasten jedoch stellenweise die Böden und somit auch das Grundwasser in Bayern, ebenso wie ehemalige industriell und gewerblich genutzte Grundstücke. In einer Altlastenstatistik werden sämtliche schädliche Bodenveränderungen oder auch derartige Verdachtsfälle dokumentiert, überwacht und in Zukunft saniert. Derzeit gibt es in diesem Bundesland 17.535 registrierte Altlasten oder altlastverdächtige Flächen. 7.419 befinden sich davon in Oberbayern [3]. Der Schutz und die frühzeitige Erkennung der Wassergefährdung garantieren auch in Zukunft hochwertige Wasserqualität bei einer weniger kostenintensiven Wasseraufbereitung. Eine enge Kooperation mit den Landwirten und anderen Bodennutzern ist dabei von besonderer Wichtigkeit.

Wasserversorgung in Bayern – Wasserqualität aus den Alpen

Die bayerische Hauptstadt München wird zu 80 % mit Alpenwasser aus dem Mangfalltal beliefert. Die Wasserqualität zeichnet sich besonders durch seinen hohen Mineralstoffgehalt aus. Beim Versickern durch die einzelnen Erd- und Gesteinsschichten wird das Wasser gefiltert und mit zahlreichen Mineralien angereichert. Seit den 50er Jahren wird im Loisachtal ebenfalls Wasser für die Wasserversorgung der Stadt gewonnen. Durch das starke Gefälle sind hier nicht einmal Pumpen notwendig. Als Reserve dient die große Schotterebene nordöstlich von München. Bayern setzt bei der Wasserqualität auf die natürliche Reinigungsleistung und Schutzwirkung des Bodens und fördert diese intensiv.

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