Wasserqualität

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Wasserversorgung in Mecklenburg-Vorpommern – geprüfte Wasserqualität.

Die Wasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern entspricht den hohen Anforderungen, die von der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2011) an das Trinkwasser gestellt werden. 85 % des gesamten Trinkwasserbedarfs werden aus dem Grundwasser in Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Beim Versickern durch die einzelnen Erdschichten wird das Wasser gefiltert und mit zahlreichen Mineralien, aber auch Schadstoffen angereichert. Bei Wasserproben in der Vergangenheit wurden erhöhte Uranwerte in der Wasserqualität, insbesondere im Grundwasser nachgewiesen. Von den 476 geprüften Wasserwerken der Wasserversorgung in Mecklenburg-Vorpommern zeigten einige eine erhöhte Urankonzentration im Wasser – vor allem in den Bereichen Friedland, Reimershagen und Semlow-Palmzin. Verschiedene Hypothesen wurden zur Ursachenklärung aufgestellt. Durch technische Maßnahmen konnte die Wasserqualität in allen Wasserwerken wieder hergestellt werden[1].

Grundwasser in Mecklenburg-Vorpommern – äußere Einflüsse.

In den letzten Jahrhunderten hat sich in diesem Bundesland eine groß strukturierte Landwirtschaft mit leistungsstarken Betrieben entwickelt. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche beträgt rund 1,35 Millionen ha. Ca. 75 % der Anbaufläche wird vom Pflanzen-, Getreide- und Ölfruchtanbau bestimmt. Diese Form der Bodennutzung hat insbesondere durch den Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln einen starken Einfluss auf die Wasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Die diffuse Belastung des Grundwassers gilt als Hauptproblem. Besonders hoch ist die Nitratkonzentration der Wasserqualität im westlichen und zentralen Teil von Mecklenburg-Vorpommern[2].

Wasser in Mecklenburg-Vorpommern – strenge Vorschriften

Zahlreiche Wasserschutzgebiete sollen die Wasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern sichern. Die Einzugsgebiete der Wassergewinnungsanlagen werden als Schutzgebiete in verschiedene Zonen eingeteilt, für die unterschiedlich strenge Vorschriften zur Bodennutzung gesetzlich festgelegt wurden. So gelten im Bereich der Wasserfassung die strengsten Vorschriften. In dieser Zone I ist nur Befugten der Zutritt erlaubt, eine Versickerung von Regenwasser ist in diesem Bereich nicht zulässig, um den Eintrag von Schadstoffen zu vermeiden. Die weiteren Zonen II und III entfernen sich immer mehr von der Gewinnungsanlage. Der äußere Rand umfasst das gesamt Einzugsgebiet: Hier ist das Lagern von Abfällen, die Verwendung von Düngemitteln, Massentierhaltung, Kläranlagen sowie die Verwendung von wassergefährdenden Stoffen untersagt, um die Wasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern nicht zu mindern.

Wirkungen der Vergangenheit auf die Wasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern

Der sorglose Umgang mit Abfällen und Schadstoffen in der Vergangenheit hat seine Spuren in den Böden hinterlassen. Mülldeponien, ehemalige industrielle und gewerblich genutzte Grundstücke und andere altlastverdächtige Flächen gefährden auch heute noch die Wasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Flächen werden in einer Statistik registriert, kontrolliert, begutachtet und bei Bedarf saniert. Hierbei wird kontaminierter Boden entfernt und das Grundwasser gereinigt. Insgesamt konnten bisher 1.155 Altlasten saniert werden, 359 Fälle sind in Bearbeitung und 999 Altlasten müssen in Zukunft noch bereinigt werden, um die Wasserqualität auch für nachfolgende Generationen zu garantieren.

 

Referenzen: