Wasserqualität

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Wie funktioniert die Wasserversorgung in Rheinland-Pfalz?

Die Einwohner von Rheinland-Pfalz werden mit Wasserqualität versorgt, die den hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) entspricht. Insgesamt wird die Wasserversorgung über 250 Wasserversorgungsunternehmen und 1.650 öffentliche Wasserwerke sichergestellt[1]. Zu 90 % wird aus Grundwasser und zu 10 % aus Talsperrenwasser und ufernahem Grundwasser hochwertige Wasserqualität gefördert[2]. Über 2.500 Kontrollpunkte im Boden und an verschiedenen Stellen im Versorgungsnetz wird die Wasserqualität in Rheinland-Pfalz regelmäßig überprüft. Die Sicherung der Wasserqualität von Grundwasser und Oberflächengewässern ist in den letzten Jahrzehnten deutschlandweit von zentraler Bedeutung geworden. Nur ein sorgsamer Umgang mit dem lebenswichtigen Element kann die Sicherung der Wasserqualität für nachfolgende Generationen gewährleisten.

Gefahren für das Grundwasser in Rheinland-Pfalz

Verschiedene Arten der Bodennutzung und Einträge von Schadstoffen mindern die Wasserqualität an manchen Stellen in Rheinland-Pfalz. So sorgt vor allem der Einsatz von Düngemitteln gebietsweise für hohe Nitratkonzentrationen im oberflächennahen Grundwasser von bis zu 100 mg/Liter. Zum Vergleich: Der übliche Nitratwert liegt bei 10 mg/Liter. Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) gibt einen Grenzwert von 50 mg/Liter für die Wasserqualität vor. In der Rheinebene zwischen Mainz und Bingen sorgen Obst- und Sonderkulturen für diese erhöhten Werte, ebenso wie der Gemüseanbau im Raum Lambsheim Maxdorf. Dennoch erfüllt die Wasserqualität in Rheinland-Pfalz voll und ganz die Anforderungen, denn das Wasser wird in diesen Bereichen aus tieferen Grundwasserleitern gewonnen. Wo dies aufgrund geologischer Gegebenheiten in Rheinland-Pfalz nicht möglich ist, wird Uferfiltrat genutzt. Im Einzugsgebiet von Trinkwassergewinnungsanlagen gibt es seit mehreren Jahren Düngebeschränkungen, die bisher jedoch noch nicht zu einer deutlichen Verbesserung der Werte geführt haben.

Gefahr für das Wasser in Rheinland-Pfalz droht auch aus der Luft.

Durch die Verbrennung fossiler Stoffe, wie Erdöl und Kohle, entstehen Luftschadstoffe (SO2 und NOX), die mit der Luftfeuchte zu dem sogenannten „sauren Regen“ reagieren[3]. Dieser führt zu einer Übersäuerung von Böden und Wasser in Rheinland-Pfalz. Besonders karbonatarme Böden und Gesteine sind gefährdet, sodass als vorbeugende Maßnahme zur Sicherung der Wasserqualität Schutzkalkungen der Wälder durchgeführt werden, die in regelmäßigen Abständen wiederholt werden müssen. Als Folge des sauren Regens lässt sich eine minderwertige Wasserqualität in Form von niedrigen pH-Werten und erhöhten Aluminium- und Manganwerten erkennen.

Sanierungen sichern die Wasserqualität in Rheinland-Pfalz für die Zukunft.

Ehemalige Abfallbeseitigungsanlagen oder sonstige Mülldeponien sowie ehemals industriell oder gewerblich genutzte Flächen, bergbauliche Altablagerungen und Rüstungs-Standorte gelten als altlastenverdächtige Flächen, die in einer Statistik im Rahmen des Bodenschutzes in Rheinland-Pfalz erfasst werden. Derzeit sind 10.440 Altablagerungen als altlastenverdächtige Flächen dokumentiert[4]. Die bekannteste Sanierungsmaßnahme im Bereich der Rüstungs-Standorte wurde auf dem Gelände der ehemaligen Eifeler Sprengmittelfabrik ESPAGIT AG bei Hallschlag durchgeführt. Im Jahre 2008 wurde die Sanierung erfolgreich abgeschlossen. Zur Sicherung der Wasserqualität in Rheinland-Pfalz sind flächendeckende Schutzmaßnahmen erforderlich.

Referenzen: