Wasserqualität

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Wasserqualität im Saarland – wie ist die Wasserversorgung aufgebaut?

Im Saarland sorgen 50 Wasserversorgungsunternehmen für hervorragende Wasserqualität in den Haushalten. Der Trinkwasserbedarf wird in diesem Bundesland zu 96,4 % aus Grundwasser und einem verschwindend geringen Teil aus Quellwasser gewonnen. Rund 50 Wasseraufbereitungsanlagen sind in der Wasserversorgung im Saarland in Betrieb, um das gewonnene Wasser so aufzubereiten, dass die Wasserqualität den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht. Hierzu müssen die Grenzwerte sämtlicher mikrobiologischer und chemischer Parameter eingehalten werden. In der Regel ist die Wasserqualität von Natur aus so gut, dass lediglich die natürliche Kohlensäure entfernt werden muss. Je nach Bodenbeschaffenheit erfolgt noch eine Entfernung von Mangan und Eisen aus dem Wasser. Dieses wird in insgesamt rund 250 erdüberdeckten Hochbehältern oder Wassertürmen gespeichert, bevor es in das ca. 8.000 km lange Versorgungsnetz eingespeist wird[1].

Grundwasser im Saarland schützen – Vorausschauen für die Wasserqualität

Alleine im Landkreis Saarpfalz des Bundeslandes Saarland gehört beinahe 2/3 der gesamten Fläche zu bereits ausgewiesenen oder noch geplanten Wasserschutzgebieten. Hierbei handelt es sich um 8 festgesetzte und 7 geplante Schutzgebiete[2]. Die Ausweisung solcher Gebiete ist in ganz Deutschland von entscheidender Wichtigkeit, wenn es um die Wahrung der Wasserqualität von Grundwasserleitern geht. Die Trinkwasserschutzgebiete werden in drei Zonen eingeteilt, in denen strenge Vorgaben und Verbote gesetzlich festgeschrieben sind. So sind sämtliche Handlungen, die zu einem Schadstoffeintrag im Grundwasser führen können, wie beispielsweise eine intensive landwirtschaftliche Nutzung oder die Lagerung von Abfällen streng verboten.

Wasserqualität – Landwirtschaft beeinflusst das Wasser im Saarland.

Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung und den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln kann es zu einer erhöhten Nitratkonzentration im Grundwasser und somit zu einer Minderung der Wasserqualität im Saarland kommen. Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) gibt einen Wert von 50 mg/l vor, der im Wasser nicht überschritten werden darf. Wasserproben an verschiedenen Stellen im Saarland haben ergeben, dass dieser Grenzwert an keiner Messstelle überschritten wurde, wohl aber der vorgegebene Richtwert von 25 mg/l. So werden auch in Zukunft eine weitere Reduzierung der Nitratkonzentration und eine daraus resultierende Verbesserung der Wasserqualität im Saarland angestrebt.

Grundwasser im Saarland – die Spuren der Vergangenheit

Im Saarland findet man ein Steinkohlerevier, das zu den bedeutendsten ganz Europas gehört. Viele ehemalige Industriestätten laden heute Touristen ein, die Historie des Landes zu erleben. So wird das Bundesland durch den Steinkohle- und Kupferbergbau, aber auch die Eisen- und Stahlindustrie sowie Glas- und Keramikindustrie geprägt. Historische Mühlen, die bereits im 16. Jahrhundert zur Energie- und Wasserversorgung eingesetzt wurden, können heute besichtigt werden. Die Vergangenheit beeinflusst auch heute noch die Wasserqualität im Saarland. 1.977 altlastverdächtige Flächen und 456 Altlasten gibt es hier. Bei 156 Fällen konnte die Sanierung bereits abgeschlossen werden, 35 Flächen befinden sich noch in der Sanierung[3]. Die Reinigung des belasteten Bodens ist notwendig, um die Wasserqualität auch in Zukunft zu sichern.

Referenzen: