Wasserqualität

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Wie stellt sich die Wasserversorgung in Sachsen zusammen?

Das Bundesland Sachsen wird mit Wasserqualität versorgt, die den hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) entspricht. Zum Schutz der Gesundheit werden für die Wasserqualität in Deutschland chemische und mikrobiologische Parameter festgesetzt, die nicht überschritten werden dürfen. Die Wasserversorgung in Sachsen zeichnet sich durch den Verbund zwischen örtlichen Wasserversorgern und überregionaler bzw. Fernwasserversorgung aus. Rund 40 % der dortigen Bevölkerung werden mit Wasserqualität der Zweckverbände Fernwasserversorgung Südsachsen und Sdier sowie der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH beliefert. Auch Rohwasser wird von dort zur Aufbereitung an die anderen Wasserversorgungsunternehmen geleitet. Insgesamt sorgen 31 Städte und Gemeinden, 33 Zweckverbände und 9 Städte und Gemeinden in einem Teilzweckverband für die Wasserqualität in Sachsen[1].

Welches Wasser in Sachsen dient der Wasserversorgung?

In Deutschland werden durchschnittlich deutlich über 70 % des Trinkwassers aus Grund- und Quellwasser gewonnen – anders in Sachsen. Hier werden 38 % der Wasserqualität aus stehenden Oberflächengewässern (Talsperren etc.) gefördert. 29 % werden aus Grundwasser Uferfiltrat und Infiltrat gewonnen und lediglich einen Teil von 32 % macht die Förderung von reinem Grundwasser aus, 1% stammt zudem aus Flüssen[2]. Das Bundesland verfügt über mehr als 130 Talsperren und Stauanlagen, wovon 23 Talsperren und Speicher der Wasserversorgung in Sachsen dienen. Über insgesamt 455 Gewinnungsanlagen, deren Einzugsbereiche durch großflächige Wasserschutzgebiete gesichert werden, wird hochwertige Wasserqualität gewonnen. Das Wasser in Sachsen wird stark von der Bodennutzung beeinflusst. Schadstoffe können leicht ins Wasser gelangen und eine kostenintensive Wasseraufbereitung notwendig machen.

Wasserqualität – Gefahren lauern auf das Grundwasser in Sachsen.

In der Vergangenheit wurden zum Teil Grenzwertüberschreitungen bei der Wasserqualität in Sachsen gemessen: Erhöhte Ammonium-Werte wurden im Umkreis von Leipzig mit über 1 mg/Liter dokumentiert, die Sulfatwerte lagen entlang der Elbe und um Leipzig herum stellenweise über 500 mg/Liter. Eine Überschreitung des normalen Nitratwertes wurde im Bereich Dresden und entlang der Elbe im Grundwasser bestätigt[3]. Unterschiedliche Bodennutzungen, wie Landwirtschaft und Industriezweige sorgen für Schadstoffeinträge im Grundwasser, die die Wasserqualität stark mindern können. So findet man heute viele verschiedene Industriebetriebe in Sachsen. Bei der Betrachtung der Städte Leipzig, Chemnitz, Dresden und Zwickau stechen deutlich Metallbau, Maschinenbau, Fahrzeugbau und die elektronische Industrie hervor. Die Industrie ist nicht nur auf die Städte beschränkt, sondern flächendeckend im gesamten Bundesland zu finden[4].

Wasserqualität in Sachsen – Spuren der Vergangenheit

Während vor ein paar Jahrzehnten noch sorglos mit Mülldeponien, industriellen Betrieben sowie der Lagerung und Verwertung von Schadstoffen umgegangen wurde, werden heute sämtliche altlastverdächtige Flächen in einer Statistik erfasst, zum Schutze des Bodens und der Wasserqualität überwacht und bei Bedarf saniert. Bereits bei 12,7 % der Altlasten ist eine Sanierung erfolgreich abgeschlossen. 52,1 % der Flächen in Sachsen zählen zu altlastverdächtigen Flächen, die nur unter Beobachtung stehen. 16,3% der Flächen konnten bereits von dem Verdacht befreit werden. Bei insgesamt 19 % handelt es sich jedoch um Altlasten oder altlastverdächtige Flächen, bei denen ein Sanierungsbedarf besteht[5]. Insgesamt sind 22.414 Altablagerungen, Altstandorte und militärische Altlasten dokumentiert. Um die Wasserqualität für nachfolgende Generationen zu garantieren, ist ein bewusster Umgang mit dem lebenswichtigen Element Voraussetzung.

Referenzen