Wasserqualität

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Wasserversorgung in Baden-Württemberg – woher kommt die Wasserqualität?

Die Wasserqualität in Baden-Württemberg erfüllt die hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001). Rund 70 % des Trinkwassers werden aus Grund- und Quellwasservorkommen im Land selbst gewonnen. Oberflächenwasser macht die restlichen 30 % der Wasserversorgung in Baden-Württemberg aus, wovon nur ein geringer Teil aus Uferfiltrat gewonnen wird. Im Vergleich zu anderen Bundesländern liegt der Anteil an genutztem Oberflächenwasser mit rund 199 Millionen m³ über dem Durchschnitt [1]. Die Wasserqualität ist von verschiedenen Risikofaktoren abhängig, die je nach Verschmutzungsgrad eine intensive Aufbereitung notwendig machen. Die Wasserqualität muss ständig überwacht werden, um das Wasser nachhaltig vor negativen Einflüssen zu schützen.

Baden-Württemberg – Wasserqualität der Oberflächengewässer

Baden Württemberg WasserqualitätRund 250.000 Menschen werden von dem großen Trinkwasserstausee „Kleine Kinzig“, 8 km südlich von Freudenstadt, mit hochwertiger Wasserqualität versorgt. Das regenreiche Gebiet spielt für die Wasserversorgung in Baden-Württemberg ebenso eine große Rolle, wie der Bodensee. Dieser weist eine gute Wasserqualität bei einem mittleren Härtegrad auf.

Je hochwertiger die Wasserqualität ist, desto einfacher und weniger kostenintensiv ist die Aufbereitung des Wassers aus Seen und Talsperren. Zum langfristigen Schutz des Wassers dienen ausgewiesene Wasserschutzgebiete und die regelmäßige Überprüfung der Böden.

Wasser in Baden-Württemberg – oft führen weite Wege zum Ziel.

Mehr als 1300 Unternehmen stellen die Wasserqualität der öffentlichen Wasserversorgung in Baden-Württemberg sicher und versorgen rund 99,5 % der dortigen Bevölkerung. Insgesamt 43 Wassergewinnungsgebiete stehen zur Verfügung, allerdings lassen sich starke Unterschiede in den gewonnenen Wassermengen erkennen [2].

So gibt es wasserreiche Gebiete im Süden des Landes, entlang des Rheins und im Schwarzwald. Auf der Schwäbischen Alb, in der Region Stuttgart und dem nördlichen Teil des Landes herrscht hingegen eher Wassermangel. Durch ein verzweigtes und gut ausgebautes Leitungsnetz sowie die vier großen Fernwasserversorgungszweckverbände kann der nötige Ausgleich bei der Wasserversorgung in Baden-Württemberg sichergestellt werden.

Gefahren für Böden und die Wasserqualität in Baden-Württemberg

Da die Wasserversorgung in Baden-Württemberg überwiegend aus Grundwasser und Quellwasser besteht, wird dem Grundwasserschutz eine zentrale Bedeutung zugeschrieben. So gibt es 2560 Wasserschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von ca. 7650 km² [3]. Diese sollen eine weitreichende Beeinträchtigung des Grundwassers vor schwer oder nicht abbaubaren, chemischen und radioaktiven Verschmutzungen vermeiden. Schädliche Bodenveränderungen und somit auch Gefahren für das Grundwasser in Baden-Württemberg stellen in erster Linie Mülldeponien und Altlasten, aber auch Abwasser, Landwirtschaft, Verkehr und Industrie dar. Der sorglose Umgang mit Chemikalien und Abfällen in der Vergangenheit haben ebenso negative Langzeitauswirkungen auf Böden und Gewässer, wie stillgelegte Industrieanlagen und gewerblich genutzte Grundstücke – sogenannte Altlasten. Als erstes Bundesland begann Baden-Württemberg im Jahre 1988 die Wasserqualität zu schützen und arbeitete diese Problematik in einer Altlastenstatistik systematisch auf [4]. Bei 83 % aller Landesflächen konnte ein Altlastenverdacht ausgeschlossen werden. Lediglich bei 15 % des Landes handelt es sich um altlastverdächtige Flächen, bei 2 % um Altlasten. Bei 2896 Fällen konnte die Flächensanierung mittlerweile erfolgreich abgeschlossen werden.

Referenzen: