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Wasserqualität in Brandenburg – Wasser als kostbares Gut

Die Wasserqualität in Brandenburg erscheint in einer Vielfalt unterschiedlicher Biotope und zahlreicher Oberflächengewässer. Ungefähr 3000 Seen und rund 33.000 km Fließgewässer befinden sich hier [1]. Dennoch ist der Wasserhaushalt angespannt. Mit 500-760 mm gilt Brandenburg als niederschlagsärmstes Bundesland Deutschlands. Eine flächendeckende Staubewirtschaftung verhindert bei Regenarmut, dass das Wasser abfließt. Hauptquelle für die Wasserversorgung in Brandenburg ist das Niederschlagswasser. Auf bebauten und damit versiegelten Flächen kann das Regenwasser jedoch nicht versickern, sondern gelangt über die Kanalisation in die Oberflächengewässer. Die Grundwasserneubildung wird dadurch stark gemindert. Zusätzlich steigt die Hochwassergefahr und Schadstoffe und andere Belastungen mindern die Wasserqualität.

Grundwasser in Brandenburg – Ziel ist eine ortsnahe Versickerung.

Ein Umdenken im Umgang mit dem Regenwasser ist notwendig. So liegt die Grundwasserneubildung bei einer unbebauten Fläche bei 38 %, bei einer bebauten Fläche hingegen lediglich bei 6 %.Verschiedene Lösungsansätze zur dezentralen Niederschlagswasserbewirtschaftung existieren und werden bereits in die Tat umgesetzt. Kies- oder Splittdecken sowie Rasenfugenpflaster bieten eine Möglichkeit zur ortsnahen Versickerung von schadstoffarmen Wasser [2]. Das Brandenburgische Wassergesetz (BbgWG) legt sämtliche Vorschriften fest, um die Wasserqualität in Brandenburg zu schützen. Zudem sorgen Trinkwasserschutzgebiete für den Erhalt der Wasserqualität. Auch die Sanierung von Altlasten, altlastverdächtigen Flächen und schädlichen Bodenveränderungen spielt eine große Rolle für die Wasserqualität. Von über 25.000 Flächen konnten bereits 4.073 erfolgreich saniert werden.

Wasserqualität in Zahlen – Wasserversorgung in Brandenburg

In Brandenburg sorgen insgesamt 98 Wasserversorgungsunternehmen für eine Wasserqualität, die den hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) entspricht. Über 465 Wassergewinnungsanlagen wird Quell- und Grundwasser, aber auch Uferfiltrat für die Wasserversorgung gewonnen. 462 Anlagen hiervon dienen alleine der Förderung von Quell- und Grundwasser in Brandenburg. Im gesamten Bundesland gibt es 420 Gemeinden, wovon 419 mit Wasserqualität der öffentlichen Wasserversorger bedient werden [3]. Lediglich eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald fällt aus der Wasserversorgung durch öffentliche Unternehmen heraus. Die Wasserqualität in Brandenburg wird an verschiedenen Messstellen, sowohl in den Leitungsrohren als auch im Boden regelmäßig geprüft und überwacht. Nur so lassen sich Gefährdungen für die Wasserqualität möglichst früh erkennen und abwenden.

Das Wasser in Brandenburg und seine Besonderheiten.

An 100 Stellen im Bundesland lassen sich sogenannte Binnensalzstellen ausfindig machen. Hier tritt meist kleinflächig, aber örtlich in großer Anzahl, Salzwasser an der Oberfläche aus. Häufig befinden sich die Salzstellen im Uferbereich von Seen, wie beispielsweise im Dahme-Seengebiet, im Havelland, in der Nuthe-Nieplitz-Niederung, im Luckauer Becken und der Uckermark [4]. Diese besonderen Salzwiesen sind durch die Absenkung des Grundwasserspiegels stark gefährdet, da das Wasser nicht mehr bis an die Oberfläche gelangen kann. So ist die Schaffung und Verbesserung der Existenzvoraussetzungen für die seltene Vegetation in diesen Bereichen von zentraler Bedeutung für das EU-Life-Projekt.

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