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Wasserqualität in Hamburg – natürliche Gegebenheiten

Hamburg und die umliegenden Gemeinden werden mit ausgezeichneter Wasserqualität versorgt, die den Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) voll und ganz entspricht. Das Wasser in Hamburg wird zu 100 % aus oberflächennahen und tieferen Grundwasserleitern gewonnen. Der Naturraum in diesem Gebiet wurde stark durch die verschiedenen Eiszeiten geformt. So verlaufen die Grundwasserschichten gebietsweise in einer Tiefe von 250-450 m. Die Wasser führenden Schichten in Hamburg bestehen meist aus Sand und Kies. Diese Böden dienen gleichzeitig als natürlicher Filter. Ton-, Mergel- und Lehmschichten hingegen sind wasserundurchlässig und haben eher Wasser stauende bzw. schützende Wirkung.

Wasserversorgung in Hamburg – Wasserqualität von hoher Güte

Über 2,06 Millionen Menschen werden in Hamburg und Umgebung über 16 Wasserwerke mit ausgezeichneter Wasserqualität versorgt. Das fast 5.500 km lange Versorgungsnetz stellt die Wasserversorgung aller Haushalte sicher. Das geförderte Grundwasser ist in der Regel frei von Schadstoffen und somit von hoher Wasserqualität. Dennoch muss in den Wasserwerken eine Aufbereitung erfolgen, bei der dem Wasser Eisen, Mangan und Kohlensäure entfernt werden. Diese Stoffe werden beim Versickern durch die einzelnen Bodenschichten von Natur aus im Wasser gelöst. Die Wasserqualität in Hamburg ist je nach Bodenbeschaffenheit mineralstoffärmer oder –reicher. Ein hoher Kalzium- und Magnesiumgehalt ist mit verantwortlich für die Wasserhärte. So findet man im Bereich Stellingen Wasserqualität mit einem hohen Härtegrad, wo hingegen außerhalb von Hamburg, Teile von Rahlstedt und der Bezirk Harburg sowie Altona-Altstadt und Ottensen weiches Wasser aufweisen.

Altlasten – Gefahren für das Grundwasser in Hamburg

Die Hansestadt ist seit Jahrzehnten als Industriestadt bekannt. Während in der Vergangenheit in diesem Bereich keine ausreichenden Schutzmaßnahmen für Böden und Grundwasser eingehalten wurden, wird seit 1979 besonderen Wert auf den Erhalt einer gesunden Umwelt und Wasserqualität gelegt. So werden seitdem altlastverdächtige Flächen, Altlasten und schädliche Bodenveränderungen erfasst, kontrolliert und gegebenenfalls beobachtet oder saniert. Zurzeit gibt es 1.695 altlastverdächtige Flächen und 468 abgeschlossene Sanierungen [1]. Die Jahrzehnte der industriellen Entwicklung und Kriegsereignisse haben Spuren hinterlassen, die auch in den nächsten Jahrzehnten noch erkennbar sein werden. Heute sind in Hamburg und Umgebung ca. 2.500 Industrieunternehmen angesiedelt, die eine Gefahr für die Wasserqualität darstellen. Darunter findet man Flugzeugzulieferung, erneuerbare Energien, Medizintechnik, Stahlwerke und Aluminiumwerke. Die Zahl macht deutlich, wie wichtig der Schutz der Böden und Wasserqualität durch strenge Vorschriften und Überwachungen ist.

Wasserqualität in Hamburg – ohne Wasserschutzgebiete nicht bezahlbar.

Seit Mitte der 80er Jahre ist ein Schwerpunkt des Wasserschutzes die Ausweisung von Wasserschutzgebieten. Je höher die Wasserqualität in Hamburg von Natur aus ist, desto kostengünstiger und einfacher ist die Wasseraufbereitung. 5 Wasserschutzgebiete sichern die Wasserqualität für 7 Trinkwassergewinnungsgebiete in Hamburg und Umgebung. Insgesamt kommt hierbei eine Fläche von 88 km² zusammen [2], wenn man die Gebiete Langenhorn-Glashütte, Curslack/Altengamme, Süderelbmarsch/Harburger Berge und Baursberg addiert. Für das Wasserwerk Stellingen im Nordwesten der Hansestadt soll die Festsetzung des Wasserschutzgebietes noch erfolgen.


Referenzen: