Wasserqualität

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Wasserqualität in Hessen – natürlich gut

Die Wasserqualität in Hessen wird zu einem großen Teil von der Bodennutzung beeinflusst. Das Bundesland weist mit einer Gesamtfläche von 895.000 ha – 42 % der Landesfläche – den größten Waldbestand in Deutschland auf. Über 88 % der Wasserversorgung in Hessen werden aus dem Grund- und Quellwasserreservoir entnommen. Industrie und Landwirtschaft nutzen hauptsächlich Oberflächenwasser. Als Kühlwasser werden beispielsweise jährlich um die 1,2 Milliarden m³ Oberflächenwasser für Wärmekraftwerke der allgemeinen Energieversorgung genutzt. Ausgewiesene Wasserschutzgebiete und Heilquellenschutzgebiete in Hessen sollen Gefährdungen für die Wasserqualität fernhalten. Diese Maßnahmen sind wichtig, damit die Wasseraufbereitung kostengünstig vollzogen und die Wasserqualität garantiert werden kann. Insgesamt werden jährlich in Hessen rund 1,9 Milliarden m³ Wasser gewonnen[1]. Effektivere Kühlsysteme und der bewusste Umgang mit dem lebenswichtigen Elixier haben in den letzten Jahren zu einem deutlichen Rückgang des Wasserverbrauchs geführt.

Wasserversorgung in Hessen – Wasserqualität im Versorgungsgebiet

Aus über 300 Brunnen, Quellen und Stollen wird Wasserqualität für die Rhein-Main-Region von „Hessenwasser“ gewonnen, für die kommunalen Versorgungsunternehmen bereitgestellt und von hier in die einzelnen Haushalte verteilt. So stellt „HSE“ die Wasserversorgung im Stadtgebiet Darmstadt, Erzhausen, Weiterstadt, Riedstadt, Biebesheim, Stockstadt, Biblis, Groß-Rohrheim und Erbach sicher. „Mainova“ beliefert Frankfurt in Hessen mit hochwertiger Wasserqualität und „ESWE“ sorgt für Wiesbaden. Die Gewinnungsgebiete im Hessischen Ried und im Raum Vogelsberg sind von besonderer Bedeutung. Trockenphasen im Vogelsberg haben eine Reduzierung der geförderten Wassermenge zur Folge, die über die Anlagen im Frankfurter Stadtwald ausgeglichen werden können. Im Hessischen Ried werden die größten Wassermengen gewonnen. Hiermit wird gut die Hälfte des Ballungsraumes in der Rhein-Main-Region, Darmstadt und Umland, Frankfurt, der Main-Taunus-Kreis, der Hochtaunuskreis, Wiesbaden sowie der Rheingau-Taunus-Kreis mit ausgezeichneter Wasserqualität versorgt.

Wasserqualität in Hessen – Grundwasser schützen.

Die Altlastenstatistik gibt Auskunft über sämtliche Grundwasser gefährdenden Flächen in Hessen, bei denen Schritt für Schritt Sanierungsmaßnahmen, wie Grundwasserreinigung oder Aushub des kontaminierten Bodens erfolgen werden. 115.808 Altablagerungen, Altstandorte und sonstige schädliche Bodenveränderungen, die Einfluss auf die Wasserqualität in Hessen haben, sind derzeit bekannt. Insgesamt stechen der Regierungsbezirk Darmstadt mit 93.372 Flächen, der Regierungsbezirk Gießen mit 12.480 sowie Kassel mit 9.956 besonders hervor. Insgesamt 1.427 Flächensanierungen sind bereits erfolgreich abgeschlossen[2].

Natur schützen – Wasserqualität in Hessen sicherstellen.

Der Ausbau des Frankfurter Flughafens, die ständige Erweiterung von Verkehrswegen und Ausdehnung von Gewerbegebieten sowie der Ausbau von erneuerbaren Energien stellt eine ernst zu nehmende Gefährdung für das Wasser in Hessen dar. Auch die intensive landwirtschaftliche Nutzung und die damit einhergehende Verwendung von Düngemitteln und Pestiziden können zu einer lang anhaltenden Erhöhung der Nitratwerte im Grundwasser führen. Im Regierungsbezirk Gießen stehen daher beispielsweise 35 % der Flächen unter besonderem Schutz. Über 500 Wasserschutzgebiete sind hier mit einer Gesamtfläche von 1.900 km² ausgewiesen[3]. Auch die Entnahmen von größeren Wassermengen sind klar geregelt, um einer dauerhaften Wasserknappheit vorzubeugen.

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