Wasserqualität

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Wasserversorgung in Niedersachsen – Wasserqualität mit hohem Standard

99 % der Haushalte in Niedersachsen sind an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen und werden mit hochwertiger Wasserqualität versorgt. Insgesamt stellen 243 Wasserversorgungsunternehmen die Wasserqualität in Niedersachsen nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) sicher[1]. 159 Unternehmen davon geben mehr als 1.000m³ täglich an die Verbraucher ab. 87 % der benötigten Trinkwassermenge werden aus dem Grundwasser in Niedersachsen gewonnen, der Rest der ausgezeichneten Wasserqualität wird überwiegend aus den Harztalsperren gefördert. Der Schutz der Trinkwasserressourcen hat daher oberste Priorität. Auch die Entsorgung bzw. die Aufbereitung von Abwässern spielt besonders beim Schutz der Oberflächengewässer und deren Wasserqualität eine wichtige Rolle.

Grundwasser in Niedersachsen – Gefahr durch Landwirtschaft

Das Niederschlagswasser wird beim Versickern im Boden durch die einzelnen Erdschichten auf natürliche Weise gefiltert und mit Mineralien angereichert. So ist die Wasserqualität des Grundwassers in Niedersachsen stark von der Bodenbeschaffenheit und Bodennutzung abhängig. Die landwirtschaftliche Nutzung stellt ein starkes Risiko für die Wasserqualität dar – nicht nur in Niedersachsen. Der Nitratgehalt im Wasser wird nachhaltig durch den Einsatz von Düngemitteln erhöht und macht eine intensivere und kostspieligere Wasseraufbereitung notwendig. Ackerbau wird in diesem Bundesland seit mehreren Jahrhunderten groß geschrieben. Vor allem im südlichen Niedersachsen finden sich große Heidegebiete und landwirtschaftliche Flächen, die von der Elbe und Weser durchzogen werden. Die Landwirtschaft macht in Niedersachsen rund 60,2 % der Flächen aus.

Bedrohungen für das Wasser in Niedersachen

Wasser und Böden werden nicht nur durch intensive Landwirtschaft gefährdet, auch der Eintrag von Schadstoffen durch Industrie und Pkws, Mülldeponien und ehemalige industrielle Standorte muss stark kontrolliert werden. Das 1999 in Kraft getretene Gesetz zum Schutz des Bodens (BBodSchG) schafft hierfür die rechtliche Grundlage. Insgesamt sind 9.399 Altablagerungen bekannt. Auf 188 Flächen von 479 Verdachtsfällen konnten Belastungen nachgewiesen werden. Bisher sind 90.384 altlastverdächtige Standorte in diesem Bundesland erfasst[2]. Um die Wasserqualität für nachfolgende Generationen zu sichern, werden die belasteten Flächen nach und nach saniert. Kontaminierter Boden wird dabei entfernt und das Wasser gereinigt.

Niedersachsen – Wasserqualität besonders geschützt

Grundsätzlich soll bei der Wasserversorgung nicht mehr Grundwasser in Niedersachsen gefördert werden, als langfristig neu gebildet werden kann. Bebaute und versiegelte Flächen stellen ebenfalls eine Gefährdung dar, da das Wasser stellenweise nicht ausreichend versickern kann. Die Grundwasserneubildung kann dadurch eingeschränkt werden. Als weitere Trinkwasserquellen dienen die insgesamt 86 Talsperren. 78 davon liegen im Gewässereinzugsgebiet von Oker, Innerste, Rhume, Leine und Aller. Mit seinen rund 280 Badeseen ist Niedersachsen ein gewässerreiches Bundesland. Diese Wasserqualität gilt es, nachhaltig zu schützen. Hierzu dienen nicht zuletzt auch zahlreiche Wasserschutzgebiete, in denen strenge Vorschriften zur Bodennutzung und zum Erhalt der Wasserqualität gelten.

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