Wasserqualität

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Wasserversorgung in Schleswig-Holstein – ausgezeichnete Wasserqualität

Schleswig-Holstein wird von ca. 140 großen Wasserwerken mit hochwertiger Wasserqualität versorgt, die nachhaltig geschützt werden muss[1]. Der Trinkwasserbedarf wird zu 100 % aus dem Grundwasser in Schleswig-Holstein gedeckt. Niederschläge werden beim Versickern durch die einzelnen Bodenschichten auf natürliche Weise gefiltert und mit Mineralien angereichert. Das Grundwasser wird in einer Tiefe zwischen 10 und 300 Metern gewonnen. In der Tiefe ist die Wasserqualität relativ gut durch die natürliche Filterwirkung des Bodens geschützt, doch in den oberen Bereichen besteht nur ein geringer Eigenschutz. Vor allem im mittleren und westlichen Teil des Bundeslandes liegen die Grundwasserleitern weniger als 15 Meter unter der Erdoberfläche. In diesen Bereichen, der insgesamt 47 betroffenen Wasserwerke, ist die Ausweisung von Wasserschutzgebieten für die Wasserqualität in Schleswig-Holstein unumgänglich. So gibt es für die Wasserversorgung 37 Wasserschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 57.182 ha[2].

Wasser in Schleswig-Holstein prägt die Natur.

Knapp 30.000 km Bäche und Flüsse, rund 300 Seen mit einer Fläche von insgesamt 28.000 ha und eine ca. 1.200 km lange Küstenlandschaft prägen Schleswig-Holstein. Für ein wasserreiches Bundesland ist es besonders wichtig, die Wasserqualität für nachfolgende Generationen flächendeckend zu schützen. 74 % der Fläche in Schleswig-Holstein werden zudem landwirtschaftlich genutzt. Vor allem die unterschiedlichen Arten der Bodennutzung, wie Industrie, Verkehr, Landwirtschaft, Kläranlagen, Siedlungsflächen und Altlasten beeinflussen die Wasserqualität stark. Die gesetzliche Grundlage für sämtliche Maßnahmen, die den Bodenschutz betreffen, gibt das Gesetz zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten (BBodSchG) vor. Es gilt Schadstoffeinträge zu erkennen und von der Wasserqualität abzuwenden, um eine aufwendige Trinkwasseraufbereitung zu vermeiden.

Wasserqualität – Altlasten gefährden das Grundwasser in Schleswig-Holstein.

Derzeit sind 9.169 Altlasten und altlastverdächtige Flächen in Schleswig-Holstein registriert, die Einfluss auf die Wasserqualität haben können. Hiervon handelt es sich bei 3.023 Fällen um Altablagerungen und bei 6.146 um Altstandorte[3]. Altablagerungen sind stillgelegte Anlagen, die zum Lagern von Abfällen und Schadstoffen genutzt werden. Die Folge sind schädliche Verunreinigungen von Boden, Luft und Wasser, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Bei der sehr kostspieligen Sanierung solcher Flächen wird je nach Verschmutzung der kontaminierte Boden entfernt und das Grundwasser speziell gereinigt.

 

Altlastensanierungen – Erhöhung der Wasserqualität in Schleswig-Holstein

Die bekanntesten Fälle für Altlastensanierungen in Schleswig-Holstein sind Folgende: Bei der Altablagerung 78 in Barsbüttel im Kreis Stormarn wurde die Fläche einer ehemaligen Deponie saniert. Die Sanierung des Altstandortes „Neue Metallhütte Lübeck“ wurde im Jahr 2001 erfolgreich abgeschlossen. Hier entstanden Kosten zur Sicherung der Boden- und Wasserqualität in Höhe von 72,5 Millionen EUR. Bei der Sanierung des ehemaligen Gaswerkes Kiel-Wik erfolgte ein kompletter Bodenaustausch. Insgesamt wurden rund 80.000 t kontaminierter Boden und Schutt vom Gelände sowie 49.000 t von der angrenzenden Fläche entfernt. Die Sicherung der Wasserversorgung in Schleswig-Holstein wird auch künftig von zentraler Bedeutung sein.

Referenzen: