Wasserqualität

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Die Wasserversorgung in Thüringen – Wasserqualität auch aus der Ferne

Insgesamt sorgen 90 Wasserversorger für ausgezeichnete Wasserqualität in Thüringen. Etwa 2/3 des Trinkwasserbedarfs werden ortsnah aus Grundwasservorkommen und vereinzelt aus Quellen gedeckt[1]. 1/3 des Rohwassers wird aus den Talsperren der niederschlagsreichen Mittelgebirgsregion gewonnen und über zwei Fernwasserversorger an die örtlichen Unternehmen der Wasserversorgung in Thüringen weitergegeben. Ausgewiesene Wasserschutzgebiete schützen die Wasserqualität in Thüringen besonders im Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlagen. Dort, wo das Grundwasser relativ nah unter der Erdoberfläche gewonnen wird, besteht nur ein geringer Eigenschutz durch die Filterwirkung des natürlichen Bodens. Der aktive Schutz und ein bewusster Umgang mit dem lebensnotwendigen Element sind für die Wasserqualität von hoher Wichtigkeit.

Wasser in Thüringen überwacht – Wasserqualität weist Mängel auf.

Im Jahre 2012 wurden im Versorgungsnetz von Mittel- und Nordthüringen der Thüringer Fernwasserversorgung einige Wasserproben entnommen, die positive Befunde von E. coli und coliformen Keimen aufwiesen. Nach intensiven Untersuchungen konnte man das Ursachengebiet auf den Bereich zwischen der Trinkwasseraufbereitungsanlage Luisenthal und dem Hochbehälter Bienstedt eingrenzen[2]. Durch die Zugabe von Chlor wurde das Wasser desinfiziert und die gewohnte Wasserqualität konnte wiederhergestellt werden. Bei solchen Vorfällen ist die unverzügliche Mitteilung an die betroffenen Bürger vorgeschrieben. Maßnahmen, die die geforderte Wasserqualität wieder zurückführen, sind so schnell wie möglich zu ergreifen.

Gefährdungen für das Grundwasser in Thüringen

Nicht nur Bakterien und Keime können das Wasser in Thüringen belasten. Die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bodennutzung geraten häufig in Konflikt mit der Wasserversorgung. Schadstoffeinträge können über landwirtschaftlich genutzte Flächen ebenso in das Grundwasser gelangen, wie über Siedlungsflächen, Straßen, Mülldeponien und industriell genutzte Flächen. So sind 12.078 altlastverdächtige Flächen und 790 Altlasten in Thüringen dokumentiert. 280 Fälle befinden sich derzeit in Sanierungsmaßnahmen und in 845 Fällen konnte die Sanierung zum Schutz der Wasserqualität und des Bodens erfolgreich abgeschlossen werden[3]. Auch in Zukunft besteht hier noch ausreichender Handlungsbedarf. Besonders die industrielle und gewerbliche Nutzung sowie der damit verbundene sorglose Umgang mit Schadstoffen in der Vergangenheit haben Auswirkungen auf die Zukunft.

Besonderheiten der Wasserqualität in Thüringen

Thüringen zählt zu den waldreichen Bundesländern Deutschlands. Dichte Wälder, Grünland, Äcker, Siedlungen und Gewässer machen in erster Linie das landschaftliche Gesamtbild aus. Etwa 54,4 % der Gesamtfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Hier muss die Wasserqualität in Thüringen besonders vor zu hohen Nitratkonzentrationen durch Düngemittel geschützt werden. Bedeutende Talsperren im Thüringer Wald und Schiefergebirge versorgen auch Gebiete der angrenzenden Bundesländer mit ausgezeichneter Wasserqualität. Bekannte Talsperren sind zudem Leibis-Lichte, Schönbrunn, Schmalwasser und die Ohra-Talsperre.

Referenzen: