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Spree Wasserqualität

Der Drei-Quellen-Fluss: die Spree

Spree WasserqualitätDie Spree stammt aus drei Quellen im Oberlausitzer Bergland, ganz in der Nähe von Tschechien. Sie ist etwa 400 Kilometer lang und hat ein Einzugsgebiet von 10100 Quadratkilometern. Die Spree, ein linker Nebenfluss der Havel, fließt durch die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und auch Berlin. In Berlin läuft ein Projekt namens Spree 2011, das zum Ziel hat, die Wasserqualität des Flusses nachhaltig soweit zu steigern, so dass es wieder möglich ist, in ihr zu baden. Aktuell wird davon abgeraten in der Spree zu baden.

Wasserqualität der Spree

In Berlin werden sieben Milliarden Liter Abwasser pro Jahr in die Spree geleitet. Der Zufluss an Dreckwasser geschieht immer dann, wenn es heftig geregnet hat. Die Kanalisation ist teilweise nicht in der Lage, die Wassermengen aufzunehmen. Hier wird das Restwasser daher in die Spree geleitet. Hier gibt es Ideen, dass mit einer ganzen Reihe von Tanks, die das Abwasser auffangen sollen, dem entgegengewirkt werden kann, um letztendlich die Wasserqualität zu steigern. Die Wasserqualität des Flusses wird auch durch den mittlerweile eingestellten Braunkohleabbau wesentlich beeinflusst. Der hatte aus verschiedenen Gründen eine Abnahme des Pegelstandes des Flusses und seiner Fließgeschwindigkeit zur Folge. Der Braunkohleabbau in der Lausitz sorgt also immer noch für eine starke Verunreinigung vor allem mit Eisenhydroxid und Sulfat. Anwohnern im Einzugsgebiet der Spree kann nur empfohlen sein, die Trinkwasserqualität regelmäßig zu überprüfen. Teilweise ist der Fluss nun zwischen den Staustufen ein stehendes Gewässer, das zur Gänze aus geklärtem Abwasser besteht. Teilweise wurde sogar beobachtet, dass der Fluss rückwärts floss, was der Wasserqualität natürlich nicht zuträglich ist.2

Die Spréva als Touristenattraktion

Sehr bekannt ist der Spreeradweg, der von einer der Quellen bis nach Berlin führt. Auch der Spreewald ist für viele Touristen eine Attraktion. Trotz der wunderschönen Landschaft am Ufer der Spree ist die Wasserqualität der Spree steigerungsfähig. Erst kürzlich hat die grüne Bundestagsfraktion eine „Kleine Anfrage“ zur Wasserqualität der Spree abgegeben.
Soll Spreewasser auch als Trinkwasser genutzt werden, muss es aufbereitet werden. Hierfür sorgen die Wasserversorger. Die Trinkwasserqualität muss entsprechend der gesetzliche Vorgabe (Trinkwasserverordnung) die hohen Anforderungen einhalten. In der Regel ist das Wasser vom Wasserversorger ohne Beanstandung, doch kann Wasser in der Hausinstallation verunreinigt sein. Ein Heimtest wird daher von Experten empfohlen.


Fakten zur Spree im Überblick

Quelle:
Ebersbach, Neugeradorf und am Kottmar

Mündung:
Havel (Berlin-Spandau)

Länge:
400 km

Nebenflüsse:
Dahme, Löbauer Wasser, Panke, Schwarzer Schöps, Wuhle

Städte an der Spree:
Bautzen, Berlin, Cottbus, Spremberg

 

Referenzen

[1] Steckbrief Spree Land Brandenburg - Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV)
[2] Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
[3] http://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/binnengewaesser/

 

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